Brigitte Bardot bringt Rapper vor Gericht

21. März 2002, 19:16
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Joey Starr muss sich wegen Affen-Quälerei vor laufender Kamera verantworten

Bobigny - Der französische Star-Rapper Joey Starr muss sich wegen Tierquälerei am 15. Mai vor Gericht verantworten. Wie die Justizbehörden in Bobigny bei Paris mitteilten, werden Starr "ein Akt der Grausamkeit" und die "Haltung einer geschützten Tierart" vorgeworfen. Der 33-Jährige soll einen in seinem Wohnzimmer lebenden Affen vor laufender Fernsehkamera gequält haben. Die Ex-Filmdiva Brigitte Bardot, ihre Tierschutz-Stiftung und andere Tierschutzorganisationen hatten den Fall zur Anzeige gebracht.

Affe vor laufender Kamera geboxt

Bardot zufolge schlug Starr, der Gründer der Hip-Hop-Truppe NTM, den Affen drei Mal mit der Faust, nachdem das Tier während einer TV-Sendung zu kreischen begonnen hatte. Der Affe, der nach Angaben Starrs einem Freund gehört, sei nicht mehr auffindbar, erklärte das Gericht. Bardot hatte angeboten, ihn in ihre Obhut zu nehmen.

Starr, mit bürgerlichem Namen Didier Morville, wurde 1999 zu sechs Monaten Gefängnis verurteilt, weil er seine frühere Lebensgefährtin verprügelt hatte. Bereits zuvor war der Raper wegen Wutanfällen angezeigt worden und wurde bestraft, weil er eine Stewardess angepöbelt hatte. (APA)

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