VKI kritisiert Gebühren für Sparbücher

21. März 2002, 19:12
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Verhandeln bei Zinssätzen lohnt sich

Wien - "Auch Sparen kann Geld kosten", denn einige Kreditinstitute verlangten mittlerweile auch Kontoführungsgebühren für einfache Sparbücher, kritisiert der Verein für Konsumenteninformation (VKI). Verhandeln könne man darüber in der Regel nicht, wer an ein solches Institut gerate, sollte die Bank wechseln, so der VKI.

Die Einhebung von solchen Gebühren sei "bedenklich", denn schließlich sei das einfache Sparbuch am besten zum Anlegen eher kleinerer Beträge für kurze Zeiträume geeignet. Sehr wohl Verhandlungsspielraum mit der Bank, "der vielleicht ein paar Euro mehr Gesamtertrag bringt", gebe es dagegen bei den Schließungsgebühren für Sparbücher.

Feilschen lohnt sich

Auch bei Zinsvereinbarung lohne sich das Feilschen. Bankkunden sollten über die Höhe des Zinssatzes bei täglich fälligen und gebundenen Sparbüchern mit der Bank verhandeln, so der VKI. Diese vereinbarten Sätze sollten auch regelmäßig überprüft und nötigenfalls neu verhandelt werden. Hingewiesen wird auch darauf, dass sich bei gebundenen Sparbüchern die Bindefristen automatisch verlängerten. Sparer tappten daher sehr oft in die "Vorschusszinsenfalle". Die Zinsen für solche gebunden Sparbücher liegen zwischen 0,375 Prozent und 3,0 Prozent.

Bei Sparbüchern mit Fixzinsgarantie wie etwa Kapitalsparbüchern kommt es dagegen zu keiner automatischen Verlängerung der Bindefrist. Die Konsumentschützer empfehlen hier aber eine baldige Behebung, das der Sparer nach Ende der Laufzeit nur mehr den "Eckzinssatz" erhält. Die Fixzinssätze liegen zwischen 2,5 und 4,25 Prozent. (APA, DER STANDARD, Printausgabe 22.3.2002)

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