Sonderurlaub neu kostet ÖGB 254.355 Euro

21. März 2002, 20:11
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Wunsch mit Bund genau abzurechnen

Wien - Die Abschaffung von mehr als drei Monate langen Sonderurlauben für Angehörige des Öffentlichen Dienstes wird die Gewerkschaft rund 254.355 Euro kosten. Das ist die Untergrenze der Gehälter von sieben Gewerkschaftern, die einen Sonderurlaub derzeit genießen - und nach der Dienstag im Ministerrat beschlossenen Neuregelung künftig vom ÖGB bezahlt werden. "Allerdings werden wir sehr penibel gegenrechnen, wie viel die Gewerkschaft an Leistungen für den Bund erbringt", erläuterte Vizepräsident Günter Weninger.

Konkret verwies Weninger auf die Kosten von Bildungsmaßnahmen - Referenten, Schulungen, Material - sowie auf Beratungstätigkeiten und Ausgaben für Räumlichkeiten. Ob die Rechnung pari ausgehen wird, wie GÖD-Chef Fritz Neugebauer glaubt, kann Weninger noch nicht bestätigen. Von der Neuregelung sind künftig Angehörige des Öffentlichen Dienstes betroffen, die mehr als drei Monate auf Sonderurlaub gehen. Künftig wird es nur mehr Dienstfreistellungen geben. Die Einrichtung, in der der Öffentlich Bedienstete arbeitet, wird die Bezüge an die öffentliche Hand refundieren müssen - allerdings abzüglich der Kosten für Schulungsmaßnahmen oder andere Leistungen, die die Gewerkschaften für den Bund erbringen. "Ich warte auf die Gesetzesvorlage", betonte Weninger. Er rechnet damit, dass der Bund die zu zahlenden Personalkosten vorgeben wird. (DER STANDARD; Print-Ausgabe, 22.3.2002, APA)

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