"The Time Machine": Zurück in die Zukunft

30. Juli 2004, 13:30
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Ein behäbiges Remake nach H. G. Wells

Alles schon einmal da gewesen: Im Jahre 1960 wurde noch Rod Taylor frei nach H. G. Wells' Roman The Time Machine im Kino auf abenteuerliche Reisen in die Zukunft geschickt.

Im aktuellen Update lässt Regisseur Simon Wells - ein Urenkel des Dichters - nun Guy Pearce (Memento) als viktorianischen Gelehrten am Wunsch, die Zeit zurückzudrehen, scheitern und konfrontiert ihn mit wenig erbaulichen Ausblicken auf die künftige Evolution.

Sein Film ist eine ziemlich behäbige Mischung aus Kostümmelodram und Actionfilm: Die Auseinandersetzungen mit den unter die Erde abgewanderten Nachkommen der Spezies, den Morlocks, lassen an Planet of The Apes denken, Jeremy Irons als ihr Mastermind erinnert an Graf Dracula, und Film-Beau Pearce und Pop-Sternchen Samantha Mumba als Eloi-Mädchen Mara wirken auch eher nichtssagend.

Foto: Warner

Also: Mit Spezialeffekten aufgepeppte Hollywood-Konfektionsware. Nichtsdestotrotz stehen die nächsten überflüssigen Remakes schon bereit...
(DER STANDARD, Print-Ausgabe, 22. 3. 2002)

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