Sperma per Post

21. März 2002, 15:52
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US-Häftling will Recht auf Fortpflanzung durchsetzen

Phoenix - In den USA will ein zu lebenslanger Haft verurteilter Gefängnisinsasse sein Recht auf Fortpflanzung gerichtlich einklagen. Ein Bundesberufungsgericht hörte am Mittwoch im US-Staat Arizona die Argumente des 42-jährigen William Gerber, der seiner Ehefrau seinen Samen mit der Post schicken will. Er wurde in Kalifornien für die illegale Verwendung einer Schusswaffe, terroristischer Drohungen und Drogenmissbrauchs zu lebenslanger Haft verurteilt.

"Wir bitten nur darum, dass Gerber seinen Samen irgendwie aus dem Gefängnis bringen darf", sagte seine Anwältin Teresa Zuber. Gerber darf keinen Besuch von seiner Ehefrau erhalten. Richter Ronald Gould erklärte, er sehe nicht das fundamentale Recht, sich in der Haft fortzupflanzen. Der Oberste Gerichtshof der USA hat entschieden, dass Häftlinge heiraten können und nicht zwangssterilisiert werden dürfen. Über eine künstliche Befruchtung mit dem Samen von Häftlingen gibt es bisher kein Urteil. Ein Bundesgericht in Sacramento hat bereits gegen Gerber entschieden, der Berufung einlegte. (APA/AP)

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