Skispringen: Enttäuschende Saison endet, Trainersuche geht weiter

26. März 2002, 12:51
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Wunschkandidat Kojonkoski geht nach Norwegen - Flugkonkurrenz in Planica abgesagt

Planica - Das Weltcup-Skifliegen in Planica, die letzte Konkurrenz der Saison 2001/02, musste am Sonntag wegen zu starken Windes nach 32 Springern abgebrochen werden. Damit sicherte sich Deutschland (zum ersten Mal in der 23-jährigen Weltcup-Geschichte) vor Österreich den Sieg im Nationencup. Als Gewinner der Einzelwertung war der Pole Adam Malysz bereits festgestanden.

Norwegen fordert Kojonkoski

Die Frage, wer beim ÖSV Anton Innauer als Cheftrainer ablösen wird, bleibt dagegen weiter offen. Vorgänger und Top-Kandidat Mika Kojonkoski lehnte das Abgebot der Österreicher ab, und geht von Finnland nach Norwegen. Dort macht man derzeit die größte Krise seit Menschengedenken durch: Der beste Norweger in der Weltcup-Gesamtwertung ist Roar Ljökelsöy als 35.

Für Innauer kommt auf jeden Fall nur eine langfristig ausgerichtete Lösung in Frage: "Wir müssen uns schon in Richtung 2006 orientieren." Er überlegt abgesehen von der Trainerfrage auch strukturelle Änderungen. Am 9. April gibt es die erste Analyse-Sitzung mit dem gesamten Trainerstab, im Laufe des Monats sollen Entscheidungen fallen.

Tiefschlag Olympia

Die abgelaufene Saison war nicht zufriedenstellend: Insgesamt zwölf Stockerlplätze in 22 Einzelspringen, darunter zwei Tagessiege durch Andreas Widhölzl (bei diesen Konkurrenzen in Japan fehlten allderdings die stärksten Konkurrenten) sowie zwei Siege in Teambewerben lautet die Bilanz. In der Gesamtwertung landeten aber immerhin fünf Österreicher unter den Top 13, Widhölzl (4.), Martin Höllwarth (6.) und Martin Koch (8.) sogar in den Top Ten.

Besonders enttäuschend verliefen die olympischen Bewerbe in Park City, von denen man medaillenlos wieder abreisen musste. Ein Schlag, von dem sich die Truppe nicht mehr erholte. (red/APA)

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