Beko-Tochter Kotauczek belastete 2001 Ergebnis der Holding

21. März 2002, 12:49
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Vorerst rechnet man mit Fortsetzung der "schlechten Umsatz- und Ertragsergebnisse"

Wien - Der am Frankfurter Neuen Markt notierte IT-Dienstleister Beko Holding muss einen Ertragseinbruch seiner hundertprozentigen Tochter Beko Ing. P. Kotauczek GmbH auf Grund der Überleitung in Werte nach dem International Accounting Standard (IAS) verkraften. "Die präsentierten IAS-Kennzahlen werden sich negativ auf das Jahresergebnis 2001 der Beko Holding auswirken", teilte die Gesellschaft am Donnerstag ad hoc mit. Bei einem um 2,1 Prozent auf 71,0 Mill. Euro gesunkenen Umsatz sackte das Betriebsergebnis nach IAS um 27,7 Prozent auf 2,5 Mill. Euro ab. Der Jahresüberschuss verringerte sich um ein Drittel auf 1,6 Mill. Euro.

Für das Jahr 2001 seien die Differenzen zwischen HGB (Handelsgesetzbuch) und IAS insgesamt geringfügig, so die Beko Holding. Denn nach HGB-Rechnungslegung konnte die Beko Ing. P. Kotauczek GmbH das EBIT im Vorjahr um 16,0 Prozent auf 2,5 Mill. Euro steigern, der Periodenüberschuss kletterte um 7,9 Prozent auf 1,6 Mill. Euro. Hintergrund der unterschiedlichen Gewinnentwicklung seien unterschiedliche Berechnungsmethoden der Abfertigungsrückstellungen, woraus sich 2000 im HGB-Abschluss um rund 1,3 Mill. EUR höhere Aufwendungen als nach IAS ergaben.

Geschäftsverlauf positiv

Im Vorjahr habe die Beko Ing. P. Kotauczek GmbH ihre Ziele "im wesentlichen" erreicht, heißt es in der Unternehmensmitteilung weiter. Der Geschäftsverlauf im ersten Halbjahr wird als "sehr gut" bezeichnet, ab den 3. Quartal hätten sich jedoch bereits negative Veränderungen gezeigt, die im vierten Quartal in einem Einbruch des Auftragseingang gemündet seien.

Für das laufende Geschäftsjahr rechnet die Gesellschaft mit einer Fortsetzung der "schlechten Umsatz- und Ertragsergebnisse im vierten Quartal 2001", bevor "frühestens gegen Ende des zweiten Quartals" eine Gegenbewegung erwartet wird. (APA)

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