Tiroler Kunsthalle vor dem Aus

21. März 2002, 12:44
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Keine Ausstellung über Medienkunst

Innsbruck - Das zeitgenössische Veranstaltungszentrum Kunsthalle Tirol steht vor dem Aus. Die Stadt Hall hat sich gegen eine Übergangslösung ausgesprochen. Noch im Jänner vergangenen Jahres schien die Zukunft der Kunsthalle Tirol gesichert. Die Stadt Hall und das Land Tirol hatten sich damals auf ein gemeinsames Budget bis 2004 geeinigt. Der Tiroler Kulturlandesrat Günther Platter (V) bedauerte in einer Aussendung den Beschluss.

Absagen

Die für 2002 geplanten Ausstellungen zum Jahr der Berge und zum Thema Medienkunst würden daher nicht stattfinden. Wie Platter erklärte, sei die von Experten erarbeitete und vom Land approbierte Übergangslösung 2002/03 für den Kunsthallenbetrieb nicht angenommen worden. Er zeigte sich davon überzeugt, dass gegen den Willen der Stadt eine "vernünftige Bespielung" der Kunsthalle Tirol unmöglich sei.

"Obwohl es von Seiten des Landes, des Haller Bürgermeisters (Leo; Anm.) Vonmetz und des Haller Kulturstadtrats (Werner) Lackmair von Anfang an intensive Bemühungen für den Fortbestand der Kunsthalle Tirol gab, hat sich die Stadt Hall am Dienstagabend gegen die von einer Fachgruppe vorgelegte Übergangslösung für die Kunsthalle ausgesprochen", zeigte sich Landesrat Günther Platter von der Entscheidung betroffen.

Die grundsätzliche Bedeutung der Kunsthalle Tirol in Hall sei im Bereich der zeitgenössischen Kunst "unbestritten", sagte Platter. "Die Entscheidung über den Kunsthallenbetrieb lag gänzlich bei der Stadt Hall, die als 100-prozentiger Betreiber agiert". (APA)

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