Deutscher Bücherpreis erstmals vergeben

22. März 2002, 10:33
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Per Olov Enquist, Ulla Hahn und Julie Zeh unter den auf der Leipziger Buchmesse Prämierten

Leipzig - Der schwedische Schriftsteller Per Olov Enquist und die deutsche Lyrikerin Ulla Hahn haben am Donnerstag bei der Leipziger Buchmesse den erstmals verliehenen Deutschen Bücherpreis in den Kategorien internationale und deutschsprachige Belletristik erhalten, Enquist für seinen Roman "Der Besuch des Leibarztes", Hahn für den Roman "Das verborgene Wort".

Der Deutsche Bücherpreis wurde insgesamt in neun Kategorien vergeben: Die in Leipzig lebende Jung-Autorin Juli Zeh wurde für ihren Debütroman "Adler und Engel" ausgezeichnet, Günter de Bruyn in der Kategorie Zeitgeschichte für seine Biografie "Preussens Luise". Das Autoren-Duo Alfred Biolek und Starkoch Eckart Witzigmann erhielt den Deutschen Bücherpreis in der Kategorie "Ratgeber" für "Unser Kochbuch". In der Kategorie Sachbuch setzte sich "Männer - Eine Spezies wird besichtigt" von Dietrich Schwanitz durch. Autorin Mirjam Pressler erhielt für ihre Geschichte des jüdischen Mädchens Malka die Auszeichnung in der Kategorie "Kinderbuch".

Zwei Preisträger bereits vor der Gala fest: Christa Wolf wurde für ihr Lebenswerk geehrt, und die Harry-Potter-Erfinderin Joanne K.Rowling bekam den Publikumspreis.

1957 Aussteller aus 27 Ländern

Deutschlands Kulturstaatsminister Julian Nida-Rümelin (SPD) hatte am Mittwochabend die Leipziger Buchmesse 2002 eröffnet; der Friedenspreisträger des Deutschen Buchhandels, György Konrad, hielt die Festrede. Bis Sonntag präsentieren 1957 Aussteller aus 27 Ländern ihre Neuerscheinungen in der Messestadt (Leipziger-Buchmesse.de). Schwerpunkt der viertägigen Buchmesse ist in diesem Jahr die Verlagsszene in Mittel- und Osteuropa.

Zum Lesefest "Leipzig liest" werden rund 1000 Autoren, Verleger und Gäste zu mehr als 1200 Veranstaltungen erwartet(Leipzig-liest.de). In der Kategorie Sachbuch setzte sich "Männer - Eine Spezies wird besichtigt" von Dietrich Schwanitz durch. Autorin Mirjam Pressler erhielt für ihre Geschichte des jüdischen Mädchens Malka die Auszeichnung in der Kategorie "Kinderbuch". (APA/dpa)

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