Beachtliches Leistungsniveau, geschmalzene Preise

22. März 2002, 11:35
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"Konsument" testete Notebooks - Spitzenreiter beim Gesamtergebnis: Dell, Compaq und Hewlett Packard

Die aktuelle Generation von Notebooks ist doppelt so schnell wie vor einem Jahr. In puncto Leistung kann es daher kaum zu Fehlkäufen kommen. Der ständig steigende technische Standard hat jedoch seinen Preis: Notebooks kommen um 500 bis 1000 Euro teurer als ein Standgerät. Dies stellt "Konsument" in seiner April-Ausgabe anlässlich eines internationalen Gemeinschaftstests von elf IBM- kompatiblen und einem Apple Notebook fest.

Spitzenreiter und Enttäuschungen

Die Spitzenreiter beim Gesamtergebnis: Dell, Compaq und Hewlett Packard. Enttäuschungen gibt es bei großen Namen: IBM, Toshiba oder Fujitsu Siemens rangieren unter ferner liefen. Zwar sind die Notebooks von der Leistung her in Ordnung, sie bringen jedoch trotz stolzer technischer Angaben in den Werbe-Prospekten nicht mehr zu Stande als ein herkömmlicher PC. Beispielsweise zeigt sich beim Toshiba-Modell, dass selbst gewaltige Prozessorgeschwindigkeit noch keinen Spitzenplatz garantiert. Im Vergleich zu Toshiba schlägt sich Vaio von Sony trotz langsamerem Prozessor und halb so großem Arbeitsspeicher deutlich besser.

Zweit-Akku notwendig

Die Akku-Betriebszeit der Testgeräte liegt wie schon bei den letzten Tests zwischen zwei und dreieinhalb Stunden. Für mobile Anwendungen empfiehlt sich daher ein Zweit-Akku. Einschränkungen gibt es bei den Grafiken. Mit den Schlusslichtern des Tests, Maxdata, Fujitsu Siemens und IPC sind aufwendige grafische Darstellungen und 3-D-Spiele nicht möglich.

Vor dem Kauf unbedingt testen

Wie schon bei den vergangenen Notebook-Tests stieß "Konsument" neuerlich auf Displays mit defekten Transistoren. Erkennen lassen sich diese Fehler durch farbige Punkte auf Hintergrund-Flächen, die weiß sein sollten. "Konsument" empfiehlt daher, das Gerät vor dem Kauf unbedingt auszuprobieren.

"Die Preise sind enorm"

Die Preise sind enorm. Sie liegen zwischen 2400,- (Testsieger Dell) und 1500,- (IPC, eines der Schlusslichter im Test). Da sich der Markt so rasch ändert, bietet der Kauf von Auslaufmodellen durchaus Sparmöglichkeiten.

Kundenservice: "Ärger ist vorprogrammiert"

Für den Fall, dass der portable Helfer einmal den Dienst versagt, hat sich das Testmagazin die Serviceorientierung der Notebook- Hersteller angesehen. Fazit: Ärger ist vorprogrammiert. Etliche Hersteller, darunter Hewlett Packard, Siemens und Toshiba, haben auf die "Konsument"-Anfrage zum Service gar nicht reagiert. Apple verspricht ein Jahr Herstellergarantie, dabei beträgt die gesetzliche Gewährleistung zwei Jahre. Und für Service- und Wartungsverträge über die gesetzliche Gewährleistung hinaus berechnen einige Hersteller Extra-Kosten.

Eine praktische Übersicht zum Leistungsniveau der neuesten Notebook- Generation finden Interessierte im soeben erschienenen April- "Konsument". Außerdem: Welches Modell für welchen User-Typ am besten geeignet ist.(red)

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