HVB meldet: Innenausbau fertig

21. März 2002, 19:23
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Konjunkturflaute belastete Neustrukturierung - Rendite-Ziel verfehlt

München - Die Hypo-Vereinsbank (HVB) hat im vergangenen Jahr den Innenausbau, insbesondere die Integration der Bank Austria, abgeschlossen und eine neue Führungsstruktur etabliert, erklärte Vorstandschef Albrecht Schmidt am Donnerstag in der Bilanzpressekonferenz in München.

"Position verbessert"

Diese Neustrukturierung der Gruppe sei durch negative exogene Einflüsse, wie Konjunktureinbruch und Börsenschwäche, erheblich erschwert worden. Dennoch habe die HVB-Group ihre Position zu den Wettbewerbern deutlich verbessert - "auch wenn wir uns absolut mehr gewünscht hätten", wie Schmidt formulierte.

Das Betriebsergebnis der HVB-Group verringerte sich im vergangenen Jahr um 34,8 Prozent auf 1476 Mio. Euro. Der Konzerngewinn blieb mit 457 Mio. Euro nahezu auf Vorjahreshöhe, die Dividende mit 0,85 Euro je Stammaktie unverändert.

Wie sehr die Ergebnisse der HVB-Group im Vorjahr unter den Erwartungen des Managments bleiben, zeigte sich am deutlichsten an der Eigenkapitalrendite (return on equity - ROE), die von 8,9 Prozent auf 6,5 Prozent zurückging. Im März 2001 hatte Schmidt noch mit einem Anstieg auf zehn Prozent gerechnet. Jetzt ist er vorsichtiger und erwartet für heuer nur noch eine Steigerung zumindest auf die Höhe der Kapitalkosten, die er mit knapp acht Prozent bezifferte.

"Prima gearbeitet"

Dass die Bank Austria Gruppe (inkl. der Aktivitäten in Mittel- und Osteuropa) knapp 40 Prozent zum Betriebsergebnis des Konzerns beitrug, ließ Schmidt in dieser Form nicht gelten. Durch die Neustrukturierung der Gruppe sei ein Bilanzvolumen von 111 Mrd. Euro (bei einer Bilanzsumme von 728 Mrd. Euro) inklusive der damit verbundenen Ertragsströme verschoben worden. "Welche Kraft in den einzelnen Teilen unseres Konzerns steckt, wird sich erst ab heuer weisen", gab Schmidt den internen Wettbewerb frei. Der Bank Austria, innerhalb der HVB-Group für Österreich sowie Mittel- und Osteuropa verantwortlich, billigte er dennoch zu, "prima gearbeitet" zu haben. (Günther Baburek, DER STANDARD, Printausgabe 22.3.2002)

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