Künstliches Parfüm erhöht sexuelle Attraktivität

21. März 2002, 10:43
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Pheromon weckt männliche Begierde

Washington - Künstliche Duftstoffe im Parfüm können die sexuelle Attraktivität deutlich erhöhen. Wie eine am Mittwoch veröffentlichte Studie der Universität von San Francisco ergab, hatten die an der Untersuchung beteiligten Frauen eine deutlich höhere Rage an Sexualkontakten, wenn sie regelmäßig ein Parfüm mit einem entsprechenden Pheromon auftrugen.

"Pheromon-User" sind laut Studienautorin Norma McCoy für Männer sexuell anziehender. Bei 36 Frauen zeigte sich, dass sich bei rund drei Viertel jener, die regelmäßig ein mit Pheromonen versetztes Parfüm benutzten, die Anziehung auf Männer steigerte. Dagegen erhöhte sich die sexuelle Attraktion bei Frauen, deren Parfüm keine Pheromone beinhaltete, auf Männer um lediglich 23 Prozent. "Der Geruch wird aber nicht wahrgenommen. Weder Frauen noch Männer sind sich seiner Anwesenheit bewusst, die Auswirkungen sind aber enorm", erklärte McCoy, die seit mehr als 20 Jahren die weibliche Sexualität erforscht. Die Substanz scheint das sexuelle Verlangen eines Mannes zu steigern.

Bedingungen

Die Pheromonwirkung wurde über 14 Wochen untersucht. Alle Teilnehmerinnen im Alter zwischen 19 und 48 Jahre mussten heterosexuell und ledig sein, durften mit keinem Mann zusammenwohnen oder orale Kontrazeptiva einnehmen und mussten guter Gesundheit sein. Die synthetischen und geruchlosen Pheromone wurden nach dem Zusatz in das Parfüm unter die Nase, auf den Wangen und hinter den Ohren aufgetragen. Die Probandinnen verwendeten 34 verschiedene Duftnoten. Im Vergleich mit der Placebo-Gruppe zeigte sich, dass die Anzahl informeller Dates zwar gleich blieb. "Bei der Pheromon-Gruppe steigerte sich aber die Zahl der Liebesnächte mit Geschlechtsverkehr von weniger als einmal auf viermal pro Woche", so McCoy.

Einige Parfümhersteller behaupten zwar, dass ihre Düfte Pheromone enthalten, betonte die Psychologin. Aber um diesen Effekt zu bestätigten, fehlten Doppelblind-Studien, bei der weder der Proband noch die verabreichende Person wissen, ob es ich um einen Placebo oder einen echten Stoff handelt. (APA/pte)

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