S&T will in Osteuropa weiter wachsen

21. März 2002, 19:24
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Betriebsgewinn um ein Fünftel gesteigert

Wien - Der an der Nasdaq Europe sowie an der Osteuropabörse Newex in Wien gelistete EDV-Dienstleister S&T hat ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2001 hinter sich und glaubt, an dieses Wachstum auch heuer anschließen zu können. "Wir wandeln uns von einem Hardware-Verkäufer zu einem auf Service fokussierten Systemintegrator in osteuropäischen Ländern", erklärte Karl Tantscher, Chief Executive Officer und Kogründer, der neun Prozent am Unternehmen hält.

Kunden des 900-Personen-Unternehmens (davon 15 in der Zentrale in Wien) sind vor allem Banken und Telekom-Unternehmen (vor allem Mobilfunk), die derzeit massiv in die notwendige Informationstechnologie in ihren osteuropäischen Dependancen investierten. Tantscher erwartet, dass Produktionsunternehmen nachziehen werden: "In Osteuropa stehen weitere Privatisierungen an."

Das Betriebsergebnis erhöhte sich 2001 um 21 Prozent auf vier Mio. Euro, wurde allerdings durch den Ausfall einer voraussichtlich uneinbringlichen Forderung an die Bank Ukraine von rund einer Mio. Euro belastet. Das Ergebnis vor Steuern konnte auf 2,8 Mio. Euro (plus 112 Prozent) mehr als verdoppelt werden. Der Umsatz stieg um 40 Prozent auf 163 Mio. Euro.

Zukäufe

Neben einem organischen Wachstum sind auch Zukäufe - vor allem in der Türkei - geplant. Weiter expandiert werden soll vor allem in Russland, Polen und Ungarn. Gemessen am Umsatz, sind derzeit Tschechien und Slowenien die wichtigsten Märkte.

Tantscher, der die Liquidität an Nasdaq und Newex ("eine Katastrophe") bemängelte, hat kürzlich ein so genanntes American Depository Receipt-Programm (ADR) in den USA gestartet. In Zusammenarbeit mit der Bank of New York können dabei US-Investoren ein ADR-Papier zeichnen, dem eine S&T-Stammaktie unterliegt. (ruz, DER STANDARD, Printausgabe 22.3.2002)

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