DemonstrantInnen stoppen Castor-Transport in Norddeutschland

21. März 2002, 12:35
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Mitglieder der Umweltorganisation Robin Wood ketteten sich an Gleise

Berlin - Mitglieder der Umweltorganisation Robin Wood haben in der Nacht zu Donnerstag bei Hamburg einen Zug mit Atommüll auf dem Weg in die britische Wiederaufarbeitungsanlage Sellafield gestoppt.

Der Zug mit Müll aus dem Atomkraftwerk Krümmel sei zwischen Escheburg und Bergedorf symbolisch aufgehalten worden, teilte die Umweltorganisation mit. Dort hätten sich vier Mitglieder mit Hilfe eines Stahlrohres an das Bahngleis gekettet. Kräfte des Bundesgrenzschutzes (BGS) seien im Einsatz, um die Festgeketteten zu befreien, teilte ein BGS-Sprecher mit.

Mit ihrer Aktion wollen die UmweltschützerInnen nach eigenen Angaben auf die Gefahren des Transports aufmerksam machen und für die sofortige Stilllegung aller Atomkraftwerke demonstrieren. Insbesondere kritisiert Robin Wood, dass die Sicherheit der Behälter vom Typ NTL 11, in denen der hochgiftige Müll transportiert werde, nicht ausreichend geprüft worden sei. Der Zug mit den drei Behältern aus Krümmel solle mit weiteren Behältern aus den Atomkraftwerken Brokdorf, Grohnde und Neckarwestheim zusammengekoppelt werden, bevor er die französische Grenze passiere. (APA/Reuters)

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