US-Kampfflugzeug bei Trier abgestürzt

21. März 2002, 09:43
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Pilot getötet - Unglücksursache noch unklar

Spangdahlem (APA/dpa) - Beim Absturz eines US-Kampfflugzeugs in der Nähe von Trier ist am Mittwochabend der Pilot ums Leben gekommen. Das teilten die US-Behörden auf dem Militärflugplatz Spangdahlem (Rheinland-Pfalz) am Donnerstag mit.

Das Flugzeug vom Typ F-16 C sei etwa drei Kilometer nordöstlich des Flugplatzes in einem Waldstück bei Landscheid (Kreis Bernkastel-Wittlich) niedergegangen.

Unglücksursache noch unklar

Am Boden sei niemand verletzt worden. Die Maschine sei auf einem Trainingsflug gewesen. Ob Waffen an Bord waren, konnte der Militärsprecher nicht sagen, Experten halten das jedoch für eher unwahrscheinlich. Die Unglücksursache war zunächst unklar.

Der Tower des Militärflugplatzes habe am Abend gegen 21.00 Uhr den Funkkontakt zu dem Jet verloren, berichtete der Militärsprecher. In der Nacht erklärten die US-Behörden den Absturzort zum militärischen Sicherheitsbereich. Einsatzkräfte der Air-Base waren vor Ort. Das Flugzeug habe dem 52. Jagdgeschwader in Spangdahlem angehört. "Gott sei Dank ist das Flugzeug in einer menschenleeren Gegend abgestürzt", sagte ein Sprecher des rheinland-pfälzischen Innenministeriums

Der US-Flugplatz in der Eifel gehört mit derzeit 5,124 Soldaten zu den größten Luftwaffenstützpunkten des amerikanischen Militärs in Europa. Von dort aus wurden zum Beispiel 1999 während der NATO- Angriffe auf Jugoslawien rund 950 Einsätze gefolgen. Vorübergehend waren damals 13 Tarnkappen-Jagdbomber aus den USA stationiert. Bis 2005 sollen die US-Transport- und Logistikfunktionen der Luftwaffe vom US-Flughafen Frankfurt nach Spangdahlem und Ramstein verlegt werden. (APA)

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