Bush sagt trotz Konflikt weitere Öllieferungen an Nordkorea zu

21. März 2002, 07:26
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Trotz Bedenken zu möglichem Atomwaffenprogramm

Washington - Trotz Sorge über ein mögliches Atomwaffenprogramm Nordkoreas will US-Präsident George W. Bush seine Verpflichtungen aus einem Abkommen mit dem kommunistischen Land von 1994 einhalten, wie sein Sprecher Ari Fleischer am Mittwoch erklärte. Demnach werden die USA weiterhin jährlich 500.000 Tonnen Öl an Nordkorea liefern. Damit solle das Regime in Pjöngjang auch ermutigt werden, seinerseits umfassende internationale Kontrollen seiner Nuklearanlagen zuzulassen.

Die Lieferungen sollen nach Angaben Fleischers so lange fortgesetzt werden, bis zwei hauptsächlich von Südkorea und Japan finanzierte Leichtwasserreaktoren fertig gestellt seien. Es gebe aber gar keine Zweifel, dass der Präsident besorgt sei über ein weiter bestehendes Atomwaffenprogramm Nordkoreas, betonte Fleischer.

In dem Waffenabkommen von 1994 hatte sich Pjöngjang verpflichtet, sein Nuklearprogramm einzufrieren. Bush hatte Nordkorea aber in seiner Rede zur Lage der Nation Ende Jänner als Teil einer "Achse des Bösen" bezeichnet und der Regierung vorgeworfen, sich mit Massenvernichtungswaffen rüsten zu wollen, während das Volk hungere. Nordkorea hatte die Vorwürfe zurückgewiesen und Washington beschuldigt, seinerseits Verpflichtung aus dem Abkommen von 1994 nicht eingehalten zu haben. (APA/AP)

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