Bosnische US-Botschaft stellt nach Drohungen Publikumsverkehr ein

20. März 2002, 22:59
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Angestellte von bosnischer Hilfsorganisation festgenommen

Sarajewo - Die US-Botschaft in Bosnien-Herzegowina hat nach wiederholten Drohungen von unbekannter Seite ihren Publikumsverkehr eingestellt. Die Drohungen hätten bislang noch nicht auf ihren Wahrheitsgehalt überprüft werden können, teilte die US-Vertretung am Mittwoch in Sarajewo mit. Dennoch werde der Zugang der Öffentlichkeit bis auf weiteres eingeschränkt.

Unterdessen gab der Innenminister des bosnisch-kroatischen Teils der Balkanrepublik bekannt, dass mehrere Angestellte einer islamischen Hilfsorganisation wegen angeblicher Kontakte zum mutmaßlichem Terroristenführer Osama bin Laden festgenommen worden seien. Sie seien in Aktivitäten verwickelt gewesen, "die nicht Teil humanitärer Arbeit sind", hieß es.

Bei einem Sprengstoffanschlag auf eine Kirche im pakistanischen Islamabad waren am Wochenende unter anderem die Tochter und Ehefrau eines US-Diplomaten getötet worden. Die USA verschärften daraufhin die Sicherheitsbestimmungen für ihre Auslandsvertretungen. (APA/AFP)

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