Bagdad fordert von USA Vernichtung von nuklearen und biologischen Waffen

21. März 2002, 12:56
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Saddam Hussein bezeichnet US-Einsatzpläne gegen den Irak als "Irrsinn" und deren Urheber als "geistesgestört"

Bagdad - Der irakische Präsident Saddam Hussein hat die Vereinigten Staaten zur Vernichtung ihrer Massenvernichtungswaffen aufgefordert. Erst danach könne die US-Führung dies auch von anderen Ländern verlangen, meldete die staatliche irakische Nachrichtenagentur INA am Mittwoch in Bagdad unter Berufung auf den Staatschef. Die USA riskierten zudem, dass nukleare und biologische Waffen aus ihrem Besitz in die Hände von Terroristen fielen, hieß es weiter.

Der Irak hat seine Massenvernichtungswaffen nach eigenen Angaben komplett vernichtet. Die USA und Großbritannien werfen Bagdad dagegen vor, das nach Ende des Golfkriegs 1991 verhängte Waffenverbot weiter zu missachten.

Als "Irrsinn" bezeichnete Hussein Pläne der USA, in denen Berichten zufolge der Einsatz von Atomwaffen gegen den Irak und sechs weitere Staaten erwogen wird. Wer Pläne mache, die die Welt mit Massenvernichtungswaffen bedrohten, sei geistesgestört und gehöre unter medizinische Aufsicht, meinte der irakische Präsident. "Vernünftige Männer in Amerika müssen die Launen ihrer risikofreudigen Herrscher, die bösen Elemente in ihren Seelen und deren Motive, die mit Rüstungsfirmen verbunden sind, im Zaum halten", sagte Hussein. (APA)

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