Israelis und Palästinenser zu Sicherheitsrunde zusammengekommen

20. März 2002, 21:26
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Bush "frustriert" über Gewalt

Gaza/New York - Israelis und Palästinenser sind am Mittwochabend zu einem neuen Sicherheitstreffen zusammengekommen. Im Mittelpunkt des Gesprächs unter Vermittlung des US-Sondergesandten Anthony Zinni standen Verhandlungen über eine Waffenruhe, wie ein ranghoher Palästinenser der Nachrichtenagentur AFP sagte. Angaben zum Ort der zweiten Sicherheitsrunde binnen einer Woche machte er nicht.

Am Montag hatten beide Seiten den israelischen Rückzug aus den zuletzt besetzten Autonomiegebieten ausgehandelt. Dem israelischen Militärradio zufolge wollte Zinni nach dem Gespräch am Mittwoch einen Waffenstillstand ausrufen, damit die Verhandlungen über den Tenet-Plan beginnen könnten.

Arafat-Berater Nabil Abu Rudeina hatte einen eigenen Plan der Palästinenser für eine Waffenruhe angekündigt. Die "nächsten Stunden und Tage" seien entscheidend für den Friedensprozess, betonte Rudeina. US-Präsident George W. Bush zeigte sich in Washington "frustriert" über die neue Gewalt im Nahen Osten. Er rief Palästinenserpräsident Yasser Arafat erneut zu härterem Durchgreifen auf. Am Morgen hatte ein palästinensischer Selbstmordattentäter sieben Israelis mit in den Tot gerissen. (APA)

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