Budisa lehnt Kooperation Kroatiens mit UNO-Tribunal nicht mehr ab

20. März 2002, 18:49
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Streit über Auslieferung von Generälen hatte zu Regierungskrise geführt

Zagreb - Der Vorsitzende der an der kroatischen Regierung beteiligten Sozialliberalen Partei (HSLS), Drazen Budisa, lehnt eine Kooperation mit dem UNO-Kriegsverbrechertribunal nicht mehr ab. Nachdem Budisa den Posten des stellvertretende Ministerpräsidenten übernommen hatte, sagte er dem am Mittwoch erschienenen Wochenmagazin "Globus": "Alle kroatischen Bürger (...) müssen einer Vorladung folgen leisten."

Im Streit um die Auslieferung zweier Armeegeneräle war Budisa im vergangenen Jahr auf Konfliktkurs zur Regierung des Sozialdemokraten Ivica Racan gegangen. Dieser überstand eine Vertrauensabstimmung im Parlament. Zehntausende Veteranen protestierten gegen eine Entscheidung zur Auslieferung. Kroatischen Regierungsbehörden hatten jüngst erklärt, sie erwarteten neue Anklagen des Tribunals.(APA/dpa)

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