Geheimbericht macht Israels Armee für Eskalation verantwortlich

20. März 2002, 15:47
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Palästinenserführung an Maßnahmen gegen Extremisten gehindert?

Jerusalem - Ein bisher geheim gehaltener Bericht des israelischen Armeegeheimdienstes hat die jüngsten Offensiven Israels in den Palästinensergebieten für die Eskalation des Konflikts mit verantwortlich gemacht. Die Operationen der Armee hätten unter den Palästinensern nur das Verlangen nach Vergeltung geweckt und nicht zur Beendigung der Terroranschläge in Israel geführt, zitierte die Tageszeitung "Yediot Aharonot" aus dem Bericht am Mittwoch. Die palästinensische Autonomiebehörde PNA sei gleichzeitig daran gehindert worden, Maßnahmen gegen die Extremisten zu ergreifen.

Der Bericht sei kürzlich den israelischen "Entscheidungsträgern" vorgelegt worden, schrieb die Zeitung. Nach der Analyse des Geheimdienstes hat die Wiederbesetzung mehrere palästinensischer Städte in den vergangenen Wochen der Armee zwar kurzfristige taktische Vorteile gebracht - darunter auch die Entdeckung von "Bombenfabriken" und so genannten "Kassam-II"-Raketen. Doch sei die Infrastruktur der Extremisten dabei nicht wirklich getroffen worden. (APA/dpa)

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