Wasserarmut

20. März 2002, 20:42
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Südösterreich fürchtet Dürre

Graz/Lienz/Innsbruck/Klagenfurt - 40 Prozent weniger Niederschläge im vergangenen Jahr und in den ersten Monaten 2002, ein um bis zu einen Meter gesunkener Grundwasserspiegel - die Trockenheit macht in Teilen Österreichs zu schaffen. Im Süden und Osten der Steiermark ist die Trinkwassersituation zwar noch nicht dramatisch, es wird jedoch ernsthaft an einen Wassertransfer in die derzeit unterversorgten Gebiete gedacht. Eine wichtige Rolle spielt der Bau einer neuen Leitung durch den Plabutsch, die - parallel mit dem Bau der zweiten Röhre des Straßentunnels - von Juni bis Herbst um 3,12 Millionen Euro errichtet wird.

Nach "massiven Dürreproblemen" im vergangenen Jahr wird auch in Osttirol eine schwierige Situation für die Landwirtschaft erwartet, das gilt vor allem für Getreide- und Maisanbau sowie das Grünland.

"Wir haben eine Trockenheit, aber noch keine Dürre", beschreibt Wolfgang Sembach von der Landwirtschaftskammer die Situation in Kärnten. Spätestens in zwei, drei Wochen müsste es jedoch Niederschläge geben. Andernfalls "wäre überhaupt alles aus". Schlecht geht es Kärntens Wäldern: Die meisten Quellen sind versiegt, Schneeschmelze findet heuer nicht statt - ideale Bedingungen für Borkenkäfer sind gegeben. (DER STANDARD, Printausgabe 21.03.2002)

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