Deutschland stoppt freie Wahl des Telefonanbieters im Ortsnetz

20. März 2002, 14:48
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Nach einem Medien-Bericht - Zum Schutz der Deutschen Telekom

Bundeskanzler Gerhard Schröder und Bundesfinanzminister Hans Eichel (beide SPD) haben die für den 1. Dezember 2002 vorgesehene Einführung von Call-by-call bei Ortsgesprächen nach einem Bericht der "WirtschaftsWoche" gestoppt.

Druck der Telekom wurde nachgegeben

Nach wochenlangem Tauziehen hinter den Kulissen hätten Schröder und Eichel dem Druck von Telekom-Chef Ron Sommer nachgegeben. "Zum Schutz der Deutschen Telekom", so Berliner Regierungskreise, solle über die von Bundeswirtschaftsminister Werner Müller (parteilos) vorgelegte Novelle des Telekommunikationsgesetzes jetzt erst nach den Bundestagswahlen entschieden werden.

Frühestens ab Sommer 2003, sechs Monate später als Müller der Brüsseler EU-Kommission versprochen habe, dürften Discounter wie 01051 Telecom, Tele 2 und 3U ihren Preiskampf auf Ortsgespräche ausdehnen. Mit der Verschiebung drohe der Bundesregierung jetzt ein Vertragsverletzungsverfahren vor dem Europäischen Gerichtshof, hieß es.(APA/dpa)

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