"Möge der Schnellere gewinnen"

20. März 2002, 15:10
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Kampf um Breitband-Internet geht weiter – Inode reagiert mit neuem Produkt auf TA-Angebot

Der Kampf um das Breitband-Internet geht weiter. Nachdem die TA ihr neues Angebot vorgestellt hatte (Der Webstandard berichtete ), kontert nun Inode mit dem ADSL-Produkt "Indode ADSL complete". Dabei handelt es sich um ein Komplettpaket bestehend aus ADSL und Telefonie mit unlimitiertem Datentransfer auf fair-use Basis (4 GB) um 50 euro monatlich.

Dieses Produkt kann online auf www.inode.at bestellt weden, "geliefert" wird es voraussichtlich ab Anfang April - abhängig von der Unterzeichnung des neuen ADSL-Wholesale-Vertrages mit der TA.

Zusätzlich wird bei allen xDSL Standleitungsprodukten das "Fair-use" Prinzip um 2 GB erhöht.

Die Produkte xDSL@home und xDSL@student werden neuerdings mit 768/128 kb Bandbreite angeboten

Frust über TA

Unzufrieden ist Inode mit dem ADSL-Wholesale-Vertrag den die TA den ISPs angeboten hat. Während die Telekom gegenüber dem Endkunden den Datentransferpreis fast geviertelt hat, sind die Preise gegenüber den ISPs gleichgeblieben. Ein alternativer Internet-Anbieter muss im "Grosshandel" nach wie vor zwischen 23 und 31 Euro für 1GB Datentransfer an die TA zahlen. Das ist mehr als sechsmal soviel wie in Deutschland.

Rechtliche Schritte

Inode prüft rechtliche und regulatorische Schritte gegen diesen neuen ADSL-Wholesale-Vertrag. Inode zu folge handle es sich nämlich um eine Ausnutzung des Monopols der Telekom auf der "last-mile". Die Gefahr, dass einige ADSL-Anbieter gerade jetzt aufgeben sei sehr groß, befürchtet Inode. Der österreichische Markt könnte um einige Anbieter ärmer werden, was im Endeffekt auch dem Konsumenten nicht zu Gute kommt. Der Kunde wäre dann nämlichgezwungen , auf die Produktpalette eines Monopolisten zurückzugreifen, befindet der Alternativ-Anbieter. (red)

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