"Gelber Staub" aus China fegt über Südkorea

21. März 2002, 16:49
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Kindergärten und Grundschulen in Seoul geschlossen

Seoul - Nach China fegt nun auch über Südkorea ein Sandsturm hinweg. In der Hauptstadt Seoul im Westen des Landes waren die Straßen am Donnerstag mit einer Schicht aus gelbem Staub bedeckt. Die Sicht betrug weniger als 2,5 Kilometer, in anderen Gebieten sank sie auf bis zu 1,5 Kilometer. Zahlreiche Inlandsflüge wurden deswegen storniert.

Gesundheitsgefährdung

Die Behörden der Hauptstadt ordneten an, dass die Kindergärten und Grundschulen der Zehn-Millionen-Stadt an diesem Freitag geschlossen bleiben. Sie befürchten, dass der Staub die Gesundheit der Menschen beeinträchtigt. Das Phänomen des "Gelben Staubs" tritt seit einigen Jahren vor allem jeweils zum Frühlingsbeginn auf. Gesundheitsexperten zufolge enthält der Wind aus China immer mehr gesundheitsschädliche Teilchen wie Spuren von Schwermetallen.

Schwerster Sandsturm in China

Über China hatte in den vergangenen Tagen der schwerste Sandsturm seit zehn Jahren getobt. Mehr als die Hälfte der Volksrepublik und fast alle Provinzen nördlich des Jangtse-Stromes waren betroffen. Auch die chinesische Hauptstadt Peking war am Mittwoch in ein lehmfarbenes, tiefes Gelb gehüllt. (APA/dpa)

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