Die Lärche sichert die Alpentäler

20. März 2002, 13:31
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Wien - Die Lärche ist der Baum des Jahres 2002 in Österreich. Das gaben das Landwirtschaftsministerium und das Kuratorium "Rettet den Wald" anlässlich des Internationalen Tages des Waldes bekannt. "Intakte Lärchenwälder sind für die Sicherung des Lebens- und Wirtschaftsraumes der Alpentäler gegen Lawinen, Muren und Steinschlag als natürlicher Schutzschild unverzichtbar", betonte Ressortchef Wilhelm Molterer.

Der internationale Tag des Waldes wurde von der FAO (Organisation für Ernährung und Entwicklung der UNO) Ende der siebziger Jahre ins Leben gerufen. Ziel dieser Initiative ist es, über die weltweite Bedeutung unserer Wälder als unverzichtbare Ökosysteme für unsere bedrohte Tier- und Pflanzenwelt und für den Klimaschutz zu informieren, so Gerhard Heilingbrunner, Präsident des Kuratoriums "Rettet den Wald".

Verbesserungsbedürftig

Obwohl 60 Prozent der Schutzwälder in Österreich als stabil ausgewiesen sind, ist der Zustand der restlichen 40 Prozent, das sind 161.000 Hektar, als verbesserungsbedürftig einzustufen, hieß es. Es handelt sich dabei um Wälder mit direkter Schutzwirkung für Siedlungen und Verkehrswege, die in Einzugsgebieten von Wildbächen und Lawinen sowie Risikogebieten liegen. "Sanierungsarbeiten wie naturnahe Aufforstungen und rechtzeitige Waldverjüngung sind daher dringend notwendig", so Molterer.

Gerade in der Kampfzone des Waldes, also in den Hochgebirgsregionen, sind Lärchenwälder von entscheidender Bedeutung. Die Bestände seien in ihrer gebirgigen Heimat quantitativ und qualitativ zu sichern. "Ohne die natürlichen Lärchenbestände wären kaum finanzierbare weitere technische Schutzbauten notwendig", meldete das Kuratorium.

Sonnenabhängig

Die Lärche - Larix decidua - ist ein Kind der Sonne, das die Farbe ihres Nadelkleides mit den Jahreszeiten wechselt. Der lichtgrüne Austrieb im Frühjahr dunkelt bis zum Sommer nach, um sich gegen Ende des Jahres in ein leuchtendes Goldgelb zu verwandeln. Als einziger Nadelbaum verliert die Lärche im Herbst ihre Nadeln.

Die tief wurzelnde, stabile Lärche, als Lichtbaumart und Rohbodenkeimer auch auf extremen Standorten lebensfähig, ist von höchster Bedeutung für die Bergregionen. Sie liefert das härteste und dauerhafteste Holz und ist deshalb widerstandsfähig gegen Witterungswechsel. Lärchenholz war und ist für eine Reihe von Verwendungszwecken, als Funier- und Möbelholz, als Holz für Innen und Außen (Dachschindeln), für Erd- und Wasserbau geschätzt und gesucht.(APA)

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