Assad und Mubarak beraten über Nahost-Krise und Beiruter Gipfel

20. März 2002, 13:22
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Ringen um Arafats Teilnahme an Konferenz der Arabischen Liga

Kairo - Der syrische Präsident Bashar Assad ist am Mittwoch zu Gesprächen mit dem ägyptischen Staatspräsidenten Hosni Mubarak in Kairo eingetroffen. Die beiden Staatsoberhäupter wollten über die jüngsten Entwicklungen in Israel und Palästina und die Ziele des bevorstehenden Gipfeltreffens der Arabischen Liga in der libanesischen Hauptstadt Beirut beraten. Ob Israel die Teilnahme des palästinensischen Präsidenten Yasser Arafat an dem Beiruter Gipfel zulassen wird, ist noch Gegenstand von Spekulationen.

In Beirut will der saudiarabische Kronprinz und Regent Abdullah seinen Friedensvorschlag präsentieren, der die Anerkennung Israels durch die gesamte arabische Welt sowie Sicherheitsgarantien bei der vollständigen Räumung der 1967 eroberten Gebiete zum Inhalt hat. Im UNO-Sicherheitsrat ist die saudiarabische Initiative auf allgemeine Zustimmung gestoßen. Kernpunkte sind das Ende der israelischen Besatzung, die Errichtung eines souveränen palästinensischen Staates auf dem seit 1967 von Israel besetzten Territorium Westjordanland und Gaza-Streifen, sowie die Aufnahme normaler Beziehungen zwischen allen Ländern der Region.

Die Arabische Liga ist ein 1945 geschaffener Zusammenschluss von heute 22 Staaten, einschließlich des 1988 von der Palästinensischen Befreiungsorganisation (PLO) ausgerufenen Staates Palästina. (Die PLO war als solche bereits 1976 Vollmitglied der Liga geworden.) Zu den Gründungsmitgliedern Ägypten, Irak, Jemen, Jordanien, Libanon, Saudiarabien und Syrien kamen später Algerien, Sudan, Libyen, Marokko, Tunesien, Bahrain, Katar, Kuwait, Oman, die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE), Mauretanien, Somalia, Dschibuti und die Komoren hinzu. (APA/dpa)

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