Was tun mit Hitlers Wohnhaus?

23. März 2002, 18:43
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Diskussion im oberösterreichischen Leonding: Stadt plant weitere Verwendung als Sarglager - Bürger wollen Abriss

Linz - In der Stadt Leonding bei Linz gibt es jetzt eine Diskussion um die "Zukunft" jenes Hauses, in dem Adolf Hitler mit seinen Eltern von 1898 bis 1904 gewohnt hat. Die Stadt plant das Haus zu sanieren und - wie schon bisher - auch weiterhin als Sarglager für den benachbarten Friedhof zu verwenden. Bürger der Gemeinde hingegen verlangen den Abriss des Hauses, das ein "geistiger Schandfleck" für Leonding sei.

Hitler hatte in dem Haus gewohnt und von dort aus die Realschule in Linz besucht. Heute befindet sich das Objekt im Besitz der Stadtgemeinde Leonding, es wurde in den vergangenen Jahren als Aufbewahrungsort für Särge verwendet. "Das soll auch in der Zukunft so bleiben, außerdem werden in dem Haus ein Büro und eine Werkstätte für den Friedhof eingerichtet", sagt der Leondinger Bürgermeister Herbert Sperl (S). Die Sanierung des Hauses wird rund 300.000 Euro kosten.

Manche Bewohner von Leonding möchten freilich, dass das "Hitler-Haus" überhaupt verschwindet, an der Stelle des Hauses soll eine Mahntafel oder eine Gedenkstätte errichtet werden, die an die Millionen Toten des NS-Regimes erinnert. Das sei nicht geplant, sagt Bürgermeister Sperl, der Abriss des Hauses wäre schon aus Gründen den Denkmalschutzes nicht möglich. (APA)

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