Schluss mit Rätselraten!

22. März 2002, 00:40
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Berlusconi nahm an der Eröffnung des Pariser Buchsalons nicht teil - Chirac auch nicht

Paris - Der italienische Ministerpräsdent Silvio Berlusconi hat sich nicht an der Eröffnung des 22. Pariser Buchsalons beteiligt, dessen Ehrengastland Italien heuer ist. Nach Angaben der Verlagsgewerkschaft "Syndicat National de l'Edition" (SNE), die die Veranstaltung organisiert, ist auch Frankreichs Präsident Jacques Chirac nicht mit dabei, da in Monterrey (Mexiko) an einer UNO-Konferenz über die Entwicklungshilfe beteiligt.

Eröffnung mit Kulturministerin Tasca und italienischem Unterstaatssekretär Nicola

An der Eröffnungszeremonie am Donnerstag beteiligten sich Frankreichs Kulturministerin Catherine Tasca und der italienische Unterstaatssekretär für Kulturgüter Nicola Bono.

Offizielle Absage Berlusconis kam bis zuletzt nicht

Berlusconis Anwesenheit in Paris stand im Mittelpunkt eines Wochen langen Rätselratens, zumal Tasca Mitte Jänner erklärt hatte, dass sie es bevorzugen würde, wenn dieser der Eröfnung fernbleiben würde. Dem Lager der Berlusconi-Gegner hatten sich auch zahlreiche Autoren und französische Verleger angeschlossen, unter anderen das große Pariser Verlagshaus Fayard. Berlusconi hatte darauf hin wissen lassen, dass er am Tag der Eröffnung andersweitig verpflichtet sei. Eine offizielle Absage ließ er Paris allerdings bis zuletzt nicht zukommen.

Eco, Camilleri und Consolo kommen aus Protest auf eigene Kosten nach Paris

Zu der Veranstaltung waren etwa 60 italienische Schriftsteller geladen. Zumindest drei von ihnen - Umberto Eco, Andrea Camilleri und Vincenzo Consolo - haben aus Protest gegen die italienische Regierungspolitik allerdings beschlossen, auf eigene Kosten nach Paris zu kommen. "Es kann keine Kultur ohne Demokratie und keine Demokratie ohne Kultur geben", begründete etwa Consolo seine Entscheidung. (APA)

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