Ein Finger als Preis für die WM?

20. März 2002, 11:17
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Rallye-Pilot Colin McRae zieht Fingeramputation in Erwägung, dieser steht nämlich den Titelträumen im Weg

London - "Erfolg um jeden Preis" lautet wohl das Motto des ehemaligen Rallye-Weltmeisters Colin McRae. Der Schotte zieht nämlich die Amputation seines gebrochenen kleinen Fingers in Erwägung, falls dieser seinen Titelambitionen im Wege stehen würde. Während des Laufes in Korsika Anfang März hatte sich der Ford-Pilot bei einem Crash gegen einen Baum den Finger an seiner linken Hand gebrochen, bei der am Freitag beginnenden Katalonien-Rallye wird McRae mit einer Spezialstütze an den Start gehen.

"Vor einigen Tagen erklärte Colin, dass wir den Finger, falls er im Weg ist und wir die kommenden vier oder fünf Rallyes gewinnen können, einfach wegtun müssen", berichtete Ford-Motorsport-Direktor Martin Whitaker am Dienstag. "Das ist sicher keine leichte Entscheidung für ihn. Aber sie zeigt, wie entschlossen diese Burschen an ihren Karrieren arbeiten", fügte Whitaker hinzu.

Am vergangenen Samstag war McRae bei einem Spezialisten in Edinburgh, wobei der Schotte keine guten Neuigkeiten zu hören bekam. "Die Hand würde im Falle einer Amputation besser und schneller verheilen. Die Entscheidung liegt bei Colin, er hat eine Amputation nicht ausgeschlossen", meinte ein Ford-Sprecher zu diesem Fall.(APA)

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