Weltweiter Polizei-Einsatz gegen Kinderpornografie im Internet

20. März 2002, 10:02
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31 Verdächtige aus elf Staaten im Visier

Eine internationale Polizeiaktion gegen Kinderpornografie im Internet hat Mittwoch früh begonnen. Sicherheits- und Zollbehörden durchsuchten ab 6.00 Uhr in Deutschland, Großbritannien, Japan, Kanada, den Niederlanden, Schweiz, Schweden, Spanien und den USA in einer gemeinsamen Operation Gebäude wegen des Verdachts der bandenmäßigen Verbreitung von Kinderpornografie im Netz.

Österreich von Polizei-Einsatz nicht betroffen

Weltweit sind den Angaben zufolge bisher 31 Tatverdächtige in elf Staaten identifiziert worden. Gegen sie besteht außerdem der Verdacht, entweder selbst Kinder sexuell missbraucht oder zumindest engen Kontakt zu den Tätern zu haben, da das bereits früher sichergestellte kinderpornografische Material eine erschreckende Brutalität zeige. Auf internationaler Ebene werden die Ermittlungen bei der Zentrale von Interpol in Lyon gebündelt und gesteuert. Österreich ist von der Polizeiaktion nach Angaben der Internet-Meldestelle des Innenministeriums nicht betroffen.

Die Ermittler haben laut BKA Wiesbaden den Verdacht, dass sich die Nutzer des verdächtigen Channels schon seit längerer Zeit intensiv mit der Beschaffung und Verbreitung von Kinderpornografie beschäftigen. Einige der Mitglieder dürften sich bereits in dem 1998 aufgedeckten Kinderporno-Ring mit der Bezeichnung "w0nderland" betätigt haben. (APA)

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