Optimismus für Aktienmärkte

20. März 2002, 12:38
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Hypo-Fondstagung: Technologie-Unternehmen weiterhin in struktureller Krise

Linz - Das Schlimmste auf den internationalen Aktienmärkten scheint überwunden. Im zweiten Halbjahr 2002 sei mit einem moderaten Konjunkturaufschwung zu rechnen. Das Wirtschaftswachstum werde zu steigenden Unternehmensgewinnen und damit auch zu einer merklichen Erholung der Börsen führen. Diesen Optimismus verbreiteten Analysten der DWS - ein Unternehmen der Deutschen Bank Gruppe - und der Kepler KAG bei der 6. Internationalen Fondstagung der Hypo-Oberösterreich vor rund 1.000 Besuchern am Dienstagabend im Palais Kaufmännischer Verein in Linz.

Der Leiter des Fondsmanagement Europa der DWS, Klaus Martini, sieht Licht am Ende des Aktientunnels. "Wir haben das Schlimmste gesehen. Aber durch die Maßnahmen wie Zinssenkungen, Steuererleichterungen und Ausgabenprogramme kommt jetzt der Konjunkturaufschwung. Die Wirtschaft und damit auch die Aktienmärkte werden wieder anspringen", betonte Martini. Vor allem Rohstoffaktien - und im besonderen die Ölbranche - hob Martini als ein ertragreiches Investment hervor.

TMT-Aktien

Zur Vorsicht rät der DWS-Manager allerdings bei den so genannten TMT-Aktien (Technologie, Medien und Telekommunikation). Diese hätten, so Martini, keine Rezession hinter sich, sondern befänden sich in einer strukturellen Krise. "Die Krise der TMT-Aktien ist vergleichbar mit der Strukturkrise in Japan. Nach wie vor ist die Bewertung der einzelnen Unternehmen viel zu hoch", betonte Martini.

Andreas Lassner, Geschäftsführer der oberösterreichischen Kepler KAG, sieht vor allem Chancen für Unternehmen, die auf Nachhaltigkeit setzen. "Diese Firmen bieten eine optimale Symbiose zwischen dem Shareholder-Value und dem bewussten Umgang mit wirtschaftlichen, sozialen und ökologischen Ressourcen. Sie können eine Weiße Weste mit Schwarzen Zahlen vorweisen", erläuterte Lassner die Attraktivität der so genannten Sustainability-Aktien. (APA)

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