Schwedischer Tenor Gösta Winbergh ist tot

21. März 2002, 20:07
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Der große Mozart-Interpret starb 58-jährig in Wien

Wien - Der schwedische Tenor Gösta Winbergh ist am Montag, 18. März 2002, im 59. Lebensjahr an Herzversagen in Wien gestorben. Vor der Fidelio-Vorstellung am Donnerstag, die Winbergh gewidmet war, sprach Staatsoperndirektor Ioan Holender Gedenkworte sprechen. Das Staatsopernorchester spielte Mozarts Maurerische Trauermusik.

Gösta Winbergh war der Wiener Staatsoper seit seinem Debüt als Belmonte in Mpzarts "Die Entführung aus dem Serail" im Jahr 1982 eng verbunden. Der Künstler war noch am Sonntag als Florestan in Beethovens "Fidelio" auf der Staatsopernbühne gestanden.

Vermutlich Herzanfall

Nach Angaben der Polizei wurde der Künstler am Dienstagabend in einer Wohnung in Wien tot aufgefunden. Die Ursache des Todes wird die sanitätspolizeiliche Obduktion ergeben, Fremdverschulden wird aber ausgeschlossen. Ein Sprecher der Wiener Rettung gibt an, dass der Künstler vermutlich einem Herzanfall erlegen ist.

Mitglied der königlichen Oper Stockholm

Gösta Winbergh, am 30. Dezember 1943 in Stockholm geboren, studierte an der Musikhochschule seiner Heimatstadt und erhielt seine Gesangsausbildung am Opernkonservatorium Stockholm. Nach seinem Debut als Rodolfo in "La Boheme" in Göteborg wurde er Mitglied der königlichen Oper Stockholm. Als ständiger Gast an der Zürcher Oper hat Winbergh alle großen Mozart-Partien interpretiert. Seit den neunziger Jahren widmete sich der Künstler verstärkt den Wagner-Partien.

Titel des Kammersängers

Winberghs Karriere führte ihn an alle großen Opernhäuser und an der Wiener Staatsoper war er an 90 Abenden in zehn Partien zu sehen und zu hören. Für seine Verdienste an der Wiener Staatsoper wäre ihm im Juni 2002 der Titel Kammersänger verliehen worden. (APA)

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