Brustvergrößerung im Kosmetiksalon

20. März 2002, 09:25
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Westliche Modemagazine machen ChinesInnen unzufrieden - Regierung will gegen Kurpfuscher vorgehen

Peking - Die chinesischen Behörden haben Kurpfuschern im Bereich der Schönheitschirurgie den Kampf angesagt. Jedes Jahr würden etwa 20.000 Menschen durch missglückte plastische Chirurgie verunstaltet, berichtete die Staatspresse am Mittwoch. Die Regierung habe deshalb verschärfte Kontrollen und Auflagen angeordnet.

Die Operationen würden teilweise von unqualifizierten KosmetikerInnen und Angestellten ausgeführt. Selbst riskante Eingriffe wie das Einsetzen von Brustimplantaten würden teilweise in einfachen Schönheitssalons vorgenommen.

Explodierende Anmeldezahlen

Unter dem Einfluss westlicher Mode-Magazine werden Schönheitsoperationen in China immer beliebter. Frauen lassen sich Brüste oder Augen vergrößern und sogar die Beine chirurgisch strecken. Nach Angaben des Pekinger Krankenhauses für plastische Chirurgie melden sich dort pro Tag 200 Patienten - zehnmal mehr als noch vor drei Jahren. In einer ähnlichen Klinik in Schanghai stieg die Zahl der plastischen Operationen seit 1998 um 44 Prozent. (APA/AFP)

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