Arabische Liga: Bedingungslose Reisefreiheit für Arafat

19. März 2002, 23:22
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Beschränkungen für Palästinenserchef "inakzeptabel" - Bush wegen Zinni-Mission "sehr hoffnungsvoll"

Kairo/Washington - Die Arabische Liga und Ägypten haben von Israel bedingungslose Reisefreiheit für Palästinenserpräsident Yasser Arafat gefordert. Die Arafat von Israels Ministerpräsident Ariel Sharon auferlegten Restriktionen seien "inakzeptabel", sagten der Generalsekretär der Arabischen Liga, Amr Mussa, und Ägyptens Außenminister Ahmed Maher am Dienstag nach einem Treffen in Kairo. Sharon hatte zuvor Bereitschaft signalisiert, Arafat ins Ausland reisen zu lassen, wollte aber für dessen Rückkehr in die Palästinensergebiete nicht garantieren. Bedingung sei die Umsetzung des Tenet-Friedensplans für einen Waffenstillstand im Nahen Osten. Arafat will am Gipfel der Arabischen Liga Ende März in Beirut teilnehmen.

US-Präsident George W. Bush ist nach Angaben seines Sprechers Ari Fleischer "sehr hoffnungsvoll", dass die US-Mission in Nahost zu einem Waffenstillstand führt. Der US-Sondergesandte Anthony Zinni habe "substanzielle Fortschritte" gemacht, sagte Fleischer vor Journalisten in Washington. Vizepräsident Dick Cheney könne möglicherweise schon kommende Woche nach Israel zurückkehren, wenn Arafat den Tenet-Plan umsetze. Cheney hatte während seines Besuchs in Israel Arafat zunächst nicht getroffen.

In der Nähe der Ortschaft Avieser südwestlich von Jerusalem wurde ein israelischer Grenzsoldat in einem Polizeijeep von einem oder mehreren palästinensischen Schützen am Bein getroffen, wie die israelische Polizei mitteilte. Bei einem palästinensischen Angriff auf eine Militärabsperrung vor einem Straßentunnel bei Bethlehem im Westjordanland wurde nach Militärangaben dagegen niemand verletzt.(APA)

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