3200 Afghanen verlassen Flüchtlingslager im Norden des Landes

19. März 2002, 19:39
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EU unterstützt afghanische Verwaltung mit 20 Millionen Euro

Kabul - In der bisher größten Rückführungsaktion in Afghanistan sind am Dienstag 3200 Flüchtlinge im Norden des Landes in ihre Heimat aufgebrochen. Wie die Internationale Organisation für Migration mitteilte, transportierten 150 Lastwagen die Menschen aus einem Flüchtlingslager bei Mazar-i-Sharif in ihre Heimat im Distrikt Alburz. Dort sollen die Heimkehrer 150 Kilogramm Weizen und landwirtschaftliches Gerät für den Wiederaufbau erhalten. Auch aus Pakistan brachen am Dienstag 100 afghanische Familien unter Aufsicht des UNO-Flüchtlingshilfswerks (UNHCR) in ihre Heimat auf.

Die Europäische Union kündigte am Dienstag an, die Verwaltung der afghanischen Übergangsregierung mit 20 Millionen Euro zu unterstützen. Die Hilfe solle die Bezüge der Beamten und die Vorbereitung der für Anfang Juni geplanten Stammesversammlung sicherstellen, sagte der EU-Sondergesandte für Afghanistan, Klaus-Peter Klaiber, in Kabul. Für die kommenden Tage kündigte Klaiber weitere zehn Millionen Euro für die Beseitigung von Minen sowie 35 Millionen Euro für die Landwirtschaft und den Wiederaufbau des Landes an. Mit der Unterstützung löst die EU Zusagen von der internationalen Geberkonferenz in Tokio im Jänner ein.(APA)

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