Internet-Wertpapierhändler Consors rutscht tief in die Verlustzone

19. März 2002, 19:24
posten

Bilanzpressekonferenz am 27. März

Die flaue Börse mit entsprechend schwächerem Handelsvolumen hat den Nürnberger Internet-Wertpapierhändler Consors im Jahr 2001 tief in die Verlustzone rutschen lassen. Nach Steuern habe das am Neuen Markt notierte Unternehmen einen Verlust von 125,5 Mill. Euro gemacht, teilte die Consors Discount Broker AG am Dienstag mit. Im Jahr 2000 wurde noch einen Jahresüberschuss von 17 Mill. Euro erwirtschaftet. Einzelheiten zum Jahresabschluss 2001 will das Unternehmen bei seiner Bilanzpressekonferenz am 27. März in Frankfurt bekannt geben.

Verlust von 62,8 Millionen Euro

Der operative Verlust nach Steuern und Anteilen Dritter lag 2001 bei 62,8 Mill. Euro. Noch im Jahr 2000 hatte das Unternehmen auf dieser Basis einen Gewinn von 26,5 Mill. Euro eingefahren. Das "sehr schwache Kapitalmarktumfeld" belastete nach Vorstandsangaben auch den Konzern-Umsatz. Dieser rutschte von 333,7 Mill. Euro im Jahr 2000 auf 179,6 Mill. Euro.

Der Vorstand macht für den Umsatz- und Gewinneinbruch hauptsächlich das gesunkene Anlegerinteresse als Folge der schwachen Börse im Vorjahr verantwortlich. Dies habe auch in der stark gesunkenen Zahl der Wertpapier-Transaktionen der Consors-Kundschaft ihren Niederschlag gefunden. Nach Vorstands-Angaben sank die Zahl der Wertpapierkäufe und -Verkäufe in 2001 von 12,3 auf 7,4 Mill.. Das Depot- und Einlagevolumen der Kunden verringerte sich im Zuge der Kursrückgänge von 9,1 auf 7,2 Mrd. Euro. Die Zahl der Kunden sei hingegen im Vorjahr um 40.000 auf 565.701 gestiegen. (APA)

Share if you care.