Die Royal Marines: Britische Soldaten für schwierige Einsätze

19. März 2002, 16:53
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Churchill wollte hinter deutschen Linien "Schrecken auslösen"

London - Die Royal Marines sind britische Elitesoldaten für besonders schwierige Einsätze. Die Truppen in Afghanistan werden jetzt durch 650 Mann der 45. Kommandoeinheit verstärkt. Die Einheit unter Leitung von Oberstleutnant Tim Chicken wird durch andere Kommandoeinheiten und spezialisierte Pioniere unterstützt. Eine weitere Kommandoeinheit wird bereits derzeit zur Sicherung des Flughafens Bagram in der Nähe von Kabul eingesetzt.

Die Royal Marines waren 1940 auf Anweisung von Winston Churchill gegründet worden, der damit hinter den deutschen Linien "Schrecken auslösen" wollte. Sie sind in der Normandie, dem Suezkonflikt und dem Falklandkrieg, aber auch in Bosnien und im Kosovo eingesetzt worden. Im Kalten Krieg waren sie für Kämpfe in Norwegen vorgesehen. Sie trainieren nach wie vor unter arktischen ebenso wie unter tropischen Bedingungen. Sie behaupten, die härteste Ausbildung zu haben und warnen auf ihrer Webseite: "99,99 Prozent brauchen sich hier nicht zu bewerben!"

Die Ausbildung dauert 30 Wochen und schließt tägliche Märsche über 20 Kilometer mit 30 Kilo Gepäck ein ("Es gibt bei uns keinen Ruhetag"). Bei Überlebensübungen werden die potenziellen Marines alleine oder in kleinen Grüppchen in schwierigem Terrain ausgesetzt. Erkennungszeichen ist das grüne Barett. In Afghanistan tragen die Soldaten spezielle thermo-beschichtete Helme, die sie aus der Luft für US-Flugzeuge erkennbar machen.(APA/dpa)

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