FPÖ warnt vor Verlust des Weltkulturerbe-Prädikats

19. März 2002, 15:16
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Forderung nach Baustopp für Hochhaus-Projekt bekräftigt

Mit der Bekanntgabe der heutigen Entscheidung in Sachen Bauprojekt Wien-Mitte - die Höhe der Türme soll nicht reduziert werden - droht der Verlust des Weltkulturerbe-Prädikats für die Wiener Innenstadt. Davor warnte die Wiener FPÖ am Dienstag in einer Aussendung. Alleinige Verantwortung dafür trage die Bürgermeisterpartei SPÖ, stellten heute FP-Obmann Hilmar Kabas sowie FPÖ-Klubobmann-Stellvertreter Heinz-Christian Strache in einer Aussendung fest.

"Riesenblamage"

Laut Strache hat der World Heritage Advisor von ICOMOS (International Council on Monuments and Sites), Jukka Jokilehto, bestätigt, dass der Prädikats-Verlust ins Haus stehen könnte, falls die Bauhöhe für das Wien-Mitte-Projekt über die des Hotel Hilton hinausgehe. Wien drohe durch dieses hausgemachte Dilemma international eine Riesenblamage, ein enormer Imageverlust sowie ein nicht zu unterschätzender wirtschaftlicher Schaden, warnten die beiden freiheitlichen Politiker.

Die Stadtregierung sei nun aufgefordert, alle Möglichkeiten für einen Baustopp zu überprüfen - und zwar bis eine Entscheidung des Höchstgerichtes über die laut FPÖ vermeintlich groben Verfahrensmängel in Zusammenhang mit der erfolgten Flächenwidmung und Baugenehmigung erfolgt ist. (APA)

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