Prolongierter Eierstreit

21. März 2002, 20:35
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Toni's Freilandeier Produzent will Arbeiterkammer OÖ klagen

Linz - Anton Hubmann, Geschäftsführer von Toni's Freilandeier, kündigte am Donnerstag rechtliche Schritte gegen die Arbeiterkammer (AK) Oberösterreich an. Er verlangt von den dortigen Konsumentenschützer die Rücknahme der Behauptung, Eier seines Unternehmens hätten Abrollspuren, die für Käfighaltung typisch sind, aufgewiesen.

Strohspuren

Eine Überprüfung der beanstandeten Eier durch die Kontrollstelle für artgerechte Nutztierhaltung, die von verschiedenenen Tierschutzorganisationen betrieben wird, hätte stattdessen bewiesen, dass es sich um Strohspuren handelt, die entstehen, wenn die Hennen ihre Produkte in die Nester legen.

Neue Untersuchung

Georg Rathwallner, oberster AK-Konsumentschützer in Oberösterreich, kündigte dagegen eine neue Untersuchung an, deren Resultat am Montag vorliegen sollen. Am Mittwoch hatte er noch von "Interpretationsunterschieden" zwischen seinen Mitarbeitern und jenen der Kontrollstelle gesprochen. Grundsätzlich sei man aber an einer Zusammenarbeit mit dem betroffenen Unternehmen interessiert, dass dieses nach dem ersten Test keine Gelegenheit zur Stellungnahme hatte, sei internationaler Usus. (moe, DER STANDARD Print-Ausgabe 22.März 2002)

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