Streikaufruf stößt auf wenig Resonanz in Harare

20. März 2002, 13:54
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Verkehr und Geschäftsleben weitgehend normal

Harare - Der Streikaufruf des Gewerkschaftsbundes in Simbabwe ist in der Hauptstadt Harare auf wenig Resonanz gestoßen. Vorsorglich waren zusätzliche Polizeipatrouillen am Mittwochmorgen besonders in Armenvierteln im Einsatz, Verkehr und Geschäftsleben waren jedoch weitgehend normal, wie ein Reporter der Nachrichtenagentur AFP berichtete. Zahlreiche Läden waren geöffnet, während Arbeiter und Angestellte wie jeden Tag mit Bussen oder zu Fuß aus den Vororten Harares in die Stadt kamen. Der Gewerkschaftsbund hatte aus Protest gegen Angriffe auf Oppositionsanhänger nach der umstrittenen Präsidentschaftswahl zu einem dreitägigen Generalstreik aufgerufen.

Oppositionsführer Morgan Tsvangirai hatte angekündigt, seine Bewegung für Demokratischen Wandel (MDC) wolle die Arbeitsniederlegung unterstützen. Es wäre die erste öffentliche Demonstration gegen den in der Opposition und im Ausland kritisierten Wahlsieg von Amtsinhaber Robert Mugabe. Die Behörden hatten den seit 22 Jahren regierenden Mugabe in der vergangenen Woche zum Sieger erklärt. Herausforderer Tsvangirai, der bis 1999 den Gewerkschaftsbund führte, erkannte die Wahl nicht an und beschuldigte die Regierung der Manipulation. (APA)

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