US-Staatsanwalt vergleicht Killer-Hunde mit "Zeitbombe"

19. März 2002, 11:52
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"Gefährliche Waffe"

Los Angeles - Im Prozess um die tödliche Attacke zweier Kampfhunde auf eine junge Sportlehrerin in San Francisco steht jetzt das Urteil bevor. Zwei Monate lang hatte sich eine Jury in Los Angeles die grausigen Einzelheiten angehört. Beim Schlussplädoyer am Montag (Ortszeit) wurden die Hunde von der Anklage mit einer "Zeitbombe" verglichen. Die Besitzer seien sich ihrer "gefährlichen Waffe" bewusst gewesen. Bei einer Verurteilung drohen bis zu 15 Jahre Haft.

Die 33-jährige Dianne Whipple war im Januar letzten Jahres im Treppenhaus von zwei Nachbarhunden, Kreuzungen aus Mastiff und Presa Canario, angefallen und zerfleischt worden. Am Tatort bot sich der Polizei ein so schreckliches Bild, dass die traumatisierten Beamten psychologische Betreuung brauchten. In dem Prozess wurden den Geschworenen Großaufnahmen von dem blutüberströmten Opfer gezeigt.

Die Besitzer, ein Anwaltsehepaar, sind wegen Totschlags und fahrlässiger Tötung angeklagt. Nach US-Medienberichten ist in Kalifornien bisher noch kein Hundehalter nach der tödlichen Attacke seines Tieres wegen Totschlags verurteilt worden. In den meisten Fällen verbüßen die Angeklagten wegen fahrlässiger Tötung eine geringere Strafe. (APA)

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    foto: epa/stankovic
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