Bessere Ausnutzung von Breitbandnetzen

19. März 2002, 11:41
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Hardware-basierte TCP/IP-Beschleunigung von Technischen Universität Dresden präsentiert

Auf der CeBIT in Hannover präsentierte das Institut für Systemarchitektur der TU-Dresden eine Hardware-basierte TCP/IP-Beschleunigung. Damit soll die unzureichende Auslastung moderner Netze, wie etwa Gigabit Ethernet gelöst werden können.

Partitionierung der Protokollstacks

Der Lösungansatz der Informatiker basiert auf der Partitionierung der heute im Einsatz befindlichen Protokollstacks. Zu diesem Zweck wird der so genannte TCP Fast Path, der zur Zeit nur für den Nutzdatenaustausch verantwortlich ist, durch die Hardware zusätzlich beschleunigt. Die Software übernimmt weiterhin Verbindungsverwaltung und Fehlerbehandlung.

Bessere Auslastung der Hochgeschwindigkeitsnetze

Durch die Optimierung des TCP Fast Path und dessen Einbindung in Linux können Hochgeschwindigkeitsnetze wesentlich besser genutzt werden. Wie die Entwickler mitteilten, wird ein Intel-IXP2100-Netzwerk-Prozessor, dessen StrongARM-RISC-Kern mit einer modifizierten Linux-Version läuft, eingesetzt. Durch die Hardwarebeschleunigung werden die mit Hilfe der IXP-TXP/IP-Fast-Path-Implementierung extrahierten Daten direkt an den Socket-Layer übermittelt.

Die Hardwarebeschleunigung kommt erst dann zum Einsatz wenn die Bandbreite einer Verbindung eine kritische Grenze überschritten hat, bis zu diesem Punkt übernimmt die Software alle Verbindungen. Als mögliche Anwendungsgebiete sehen die Informatiker vor allem leistungsfähige Server, Cluster und Speichersysteme.(red)

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