Banken befassen in Sitzungen mit dem Thema Kirch

19. März 2002, 11:31
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Keine neuen Entwicklungen

Verschiedene Gläubigerbanken der hoch verschuldeten KirchGruppe, Ismaning, befassen sich auf ihren am Dienstag turnusmäßig stattfindenden Sitzungen unter anderem mit dem Thema Kirch. Es sei davon auszugehen, dass die am Sonntag von Kirch- Sanierer Wolfgang van Betteray präsentierten Ideen zur Rettung des Medienunternehmens nicht ohne Zustimmung der Vorstände der Gläubigerbanken umgesetzt werden können. Das Thema Kirch habe inzwischen solch eine Dimension, dass ohne Vorstand nichts passiert, hieß es.

Kirch bot Gläubigerbanken Anteile an

Nach Informationen der "Financial Times" (Dienstagausgabe) hat die KirchGruppe mindestens vier ihrer Gläubigerbanken Anteile an ihrer Kernfirma KirchMedia GmbH & Co KGaA, Ismaning, angeboten, falls sie dem Konzern neue Kredite geben. Darunter sollen die HypoVereinsbank, Dresdner Bank und DZ Bank sein. Kirch-Sprecher Hartmut Schultz erklärte am Dienstag dazu: "Wir kommentieren den Inhalt der Gespräche mit Banken nicht." Es gebe keine neue Entwicklung. Die Gespräche mit den Banken würden fortgesetzt.

Das nach eigenen Angaben mit 6,5 Milliarden Euro verschuldete Medienunternehmen braucht allein für seinen defizitären Pay-TV-Sender Premiere World gut informierten Kreise zufolge eine Finanzspitze im höheren dreistelligen Millionen-Euro-Bereich, um innerhalb der kommenden 30 Monate schwarze Zahlen zu schreiben. In Medienberichten war bisher dafür von einer Summe von 500 Millionen Euro bzw. 900 Millionen Euro die Rede. Den gut informierten Kreisen zufolge sei die Summe auch davon abhängig, welche Außenstände mit eingerechnet werden müssen.(APA)

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