Musik im Krankenhaus steigert das Wohlbefinden der PatientInnen

19. März 2002, 11:28
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"Musica Humana": Untersuchung therapeutischer Effekte von Musik

Salzburg - Musik am Krankenbett kann das Wohlbefinden des Patienten positiv beeinflussen. Zu diesem Ergebnis kamen dänische Ärzte, Wissenschafter und Musiker, die im Rahmen des Projektes "Musica Humana" die therapeutischen Effekte von Musikprogrammen in Krankenhäusern untersucht haben. Am Montagabend präsentierten Vertreter des Projektes die neuesten Ergebnisse ihrer Forschungen bei

Keine signifikanten Unterschiede stellte Thorgaard - ganz im Gegensatz zu einer in Salzburg erstellten Untersuchung zur Wirkung von Musik auf das Schmerzempfinden - bei Schmerzpatienten fest. Für Thorgaard steht fest: "Es gibt einen Zusammenhang zwischen Musik und Wohlbefinden." Diesen stellte auch das Personal im Krankenhaus fest: 70 Prozent gaben an, dass die Musik positive Auswirkungen auf den Patienten haben.

Bei einer Befragung von 200 Herzpatienten zeigte sich, dass die Männer auf Musik skeptischer reagierten als Frauen. Hatte man sie aber während des Krankenhausaufenthalts Musik ausgesetzt, war die Zustimmung bei Männern dann signifikant höher als bei Frauen, berichtete die an der Studie beteiligte Krankenschwester Bitten Thorgaard.

Künstliche Soundkulisse

Aber nicht jede Musik ist geeignet, dem Patienten den Aufenthalt im Spital angenehmer zu gestalten. Die dänischen Musiker Niels und Inge Eye haben im Rahmen des Projektes eine künstliche Soundkulisse komponiert. Man müsse berücksichtigen, dass gerade nach einer Operation der Gehörsinn sehr offen und damit sehr verletzlich sei. Herkömmliche Genres wie Pop, Jazz oder Klassik wären zu dynamisch, laut oder störend. Man habe eine Musik entwickeln müsse, die quasi über den Genres und Geschmäckern stehe und von so vielen Menschen wie möglich als angenehm empfunden werde, erläuterte der Musiker.(APA)

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