Israel begann 34 neue Siedlungen unter Sharon

19. März 2002, 10:49
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Mehr als 200 Siedlungen behindern Friedenslösung

Jerusalem - Israel hat seit der Amtsübernahme des rechtsgerichteten Ministerpräsidenten Ariel Sharon vor mehr als einem Jahr 34 kleinere Siedlungen am Rande jüdischer Siedlungen im Westjordanland neu errichtet. Das berichtete die israelische Friedensbewegung "Frieden Jetzt" am Dienstag.

Acht solcher so genannter Vorposten wurden nach Angaben der Organisationen in den vergangenen zwei Monaten errichtet. Alle "Vorposten" wurden mindestens 700 Meter von den ursprünglichen Siedlungen entfernt angelegt, teilte "Frieden Jetzt" mit. Damit habe die Regierung Scharon "systematisch" ihr Versprechen verletzt, keine neuen Siedlungen mehr zu bauen.

Die mehr als 200 jüdischen Siedlungen im Westjordanland und im Gazastreifen gelten als eines der größten Hindernisse auf dem Weg zu einer friedlichen Einigung von Israelis und Palästinensern. In den Siedlungen leben mehr als 205.000 jüdische Israelis, die in den vergangenen Monaten immer häufiger zum Ziel palästinensischer Gewalttaten geworden sind. Sharon hat angedeutet, dass er nicht gewillt ist, irgendwelche Siedlungen im Rahmen eines Abkommens zu evakuieren. (APA/dpa)

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