Regierung Kirgisiens lenkt nach blutigen Unruhen ein

19. März 2002, 10:03
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Inhaftierten Abgeordneten freigelassen

Bischkek - Nach blutigen Unruhen in der zentralasiatischen Republik Kirgisien hat die Regierung in Bischkek am Dienstag eingelenkt und einen inhaftierten Abgeordneten vorerst auf freien Fuß gesetzt. Der wegen Bestechung angeklagte Asimbek Beknasarow wurde noch am Morgen unter Auflagen aus der Untersuchungshaft entlassen, in der er sich seit Anfang Jänner befand, berichtete die Agentur Interfax.

Seit Sonntag hatten mehrere tausend Menschen in der Kreisstadt Kerben im Westen des Landes für die Freilassung des oppositionellen Abgeordneten demonstriert. Bei Zusammenstößen mit der Polizei waren mindestens vier Menschen ums Leben gekommen, die Zahl der Verletzten wurde mit über 60 beziffert. In der Nacht auf Dienstag zündeten die Demonstranten mehrere Gebäude im Zentrum von Kerben an.

Das von Präsident Askar Akajew autoritär regierte Kirgisien gilt als die "ruhigste" der früheren Sowjetrepubliken in Zentralasien. Akajew warf der Opposition wegen der Demonstrationen vor, sie wolle die Lage im Land destabilisieren. (APA/dpa)

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