Bush: "Was ich gesagt habe, meine ich"

19. März 2002, 19:07
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US-Präsident Bush bekräfigt seine Aussagen zur "Achse des Bösen" und warnt den Irak

Washington - US-Präsident George W. Bush hat seine Warnung an den Irak bekräftigt. Er schätze aber auch den Rat, den die USA von arabischen Staaten bekommen hätten, erklärte Bush bei einer Rede in St. Louis/Missouri.

Vizepräsident Dick Cheney hatte bei seiner Nahostreise immer wieder zu hören bekommen, die USA sollten sich statt auf den Irak auf die Lösung des Palästinenserproblems konzentrieren. Bush erklärte dazu, die USA würden weiter mit ihren Alliierten beraten, bevor eine Entscheidung falle. "Wir werden es aber nicht zulassen, dass einer der gefährlichsten Führer der Welt die gefährlichsten Waffen der Welt besitzt und die USA sowie ihre Freunde und Alliierten erpresst. Was ich über die Achse des Bösen gesagt habe, meine ich", sagte Bush. Und: "Klarer kann ich mich nicht ausdrücken."

Nach Informationen aus deutschen Regierungskreisen wird mit einem Vorgehen der USA gegen den Irak gerechnet. Der britische Premier Tony Blair wird Anfang April in die USA reisen, um mit Bush das weitere Vorgehen zu beraten. Der deutsche Bundeskanzler Gerhard Schröder wird sich danach in London über das Gespräch informieren lassen. Im Moment, heißt es, sei nicht klar, wie ein Eingreifen der USA im Irak aussehen solle: ob eine Bodeninvasion, Luftangriffe oder Beides erfolgen soll. Dass die Deutschen mit einer US-Intervention rechnen, zeigt auch, dass Schröder Weisung erteilt hat, dass Fuchs-Spürpanzer nicht aus Kuwait zurückgezogen werden, wenn die gerade laufende Übung beendet ist. (dpa, afs, Der STANDARD, Printausgabe 20.3.2002)

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