Sprit abermals teurer

19. März 2002, 14:27
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ÖAMTC: Preise für Benzin und Diesel um bis zu 0,02 Euro erhöht

Wien - Nur fünf Tage nach der letzten Spritpreiserhöhung und knapp vor Beginn der Osterferien hat die heimische Mineralölwirtschaft abermals die Preise bei allen Treibstoffsorten nach oben geschraubt. Wie der ÖAMTC erhoben hat, wurden die Höchstpreise für Sprit an den Bedienungstankstellen am Montag innerhalb von einer Woche nochmals angehoben und zwar um bis zu 0,02 Euro je Liter.

Nach Angaben des ÖAMTC liegt der Höchstpreis für Super Plus nun bei 0,999 Euro, für Eurosuper bei 0,929 Euro, für Normalbenzin bei 0,909 Euro und für Diesel bei 0,809 Euro. Super Plus und Eurosuper wurden demnach pro Liter um je 0,02 Euro verteuert. Normalbenzin und Diesel kosten jetzt um je 0,01 Euro mehr.

Rohölpreis zuletzt weiter gestiegen

Laut ÖAMTC haben die beiden Preiserhöhungen vom 13. und 18. März den Autofahrern bei Super Plus eine Verteuerung um 0,043 Euro beschert, bei Eurosuper eine um 0,039 Euro, bei Normalbenzin eine um 0,033 Euro und bei Diesel eine um 0,024 Euro je Liter.

Wie berichtet, ist der Rohölpreis zuletzt weiter gestiegen und damit zum ersten Mal seit Monaten über die Marke von 25 Dollar geklettert. Drei Tage nach der Entscheidung der Organisation Erdöl exportierender Staaten (OPEC), ihre zu Jahresanfang beschlossene Beschränkung der Ölexporte bis Mitte Juni beizubehalten, stieg der Preis für ein Barrel (159 Liter) der führenden Nordsee-Ölsorte Brent in London am Montag um 53 Cent auf 25,08 Dollar.

"Osterei" für Autofahrer

Marktführer OMV und BP Austria bestätigten am Dienstag, die maximalen Spritpreise an den Bedienungstankstellen gestern im Tagesverlauf um 1 bis 2 Euro-Cent angehoben zu haben.

OMV-Pressesprecher Thomas Huemer begründete die mittlerweile zweite Preiserhöhung innerhalb einer Woche damit, dass die Produktnotierungen in Rotterdam nach wie vor steigen würden und auch der Ölpreis weiter zugelegt habe.

"Dass die Osterferien vor der Tür stehen, ist reiner Zufall", ergänzte BP Austria-Sprecherin Monika Matausch. Ausschlaggebend für die Preisbildung seien einzig und allein Marktentwicklungen.

Kritik von Autofahrerclubs

Die Preiserhöhung bei Benzin und Diesel stößt auf heftige Kritik der Autofahrerclubs. ÖAMTC und ARBÖ sehen einen engen Zusammenhang mit dem bevorstehenden Osterreiseverkehr. Den Mineralölkonzernen würden die beiden Spritpreiserhöhungen der vergangenen Tage in der Osterwoche (von 22. März bis 1. April) bei einem Absatz von 220 Millionen Liter Sprit ein "Körberlgeld" von 7 Mill. Euro einbringen, schätzt ÖAMTC-Verkehrsexpertin Elisabeth Brugger-Brandau. (APA)

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