Olivier Lambin alias Red

18. März 2002, 22:37
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Der französische Musiker Olivier Lambin alias Red stellte im Vorjahr das gesamte Album "Songs from a Room" von Leonard Cohen aus 1968 nach. Mit einer kruden Mischung aus Laptop-Sounds, Schrottgitarren, torkelnden Banjos und akzentbetontem Knödelgesang deutete Red wie zuvor schon am Beispiel von Hank Williams' "I Saw the Light" archaische Stile wie Blues und Country Richtung einer mythisch-verklärten Vor-Postmoderne, in der selbst die Computer noch mit Dampfkraft betrieben werden.

Gemeinsam mit dem in Wien lebenden französischen Gitarristen Noel Akchoté und dem heimischen Avantgarde-Bierzelter Fritz Ostermayer stellt er nun sein im Mai erscheinendes drittes Album, "33", vor, auf dem neben Leuten aus dem Calexico-Umfeld auch wieder Lambiens Kinder im Küchenstudio herumalbern dürfen. Zwischen Erhabenheit und Kläglichkeit, hier fühlt sich Red am wohlsten. Pflicht! (schach)

(DER STANDARD, Printausgabe vom 19.3.2002)


Di., 19. 3.,
Szene Wien
1110, Hauffg. 26
(01) 749 33 41.

Do., 21. 3.
Jazzit:Musik:Club
5020 Salzburg

Fr., 22. 3.
Forum Stadtpark
8010 Graz

Sa., 23. 3.
Alter Schlachthof,
4600 Wels

Mo., 25. 3.
Treibhaus, 6020 Innsbruck

Jeweils ab circa 20.00
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